Null Fehlertoleranz: Areva-Initiative zur Erhöhung der Zuverlässigkeit

Null Fehlertoleranz: Areva-Initiative zur Erhöhung der Zuverlässigkeit

H.-J. Lippert, G. Gente, P. Mollard, N. Garner

In den letzten 2 Jahrzehnten sind beträchtliche Fortschritte in der Zuverlässigkeit von Kernbrennstoff erzielt worden. Die völlige Ausschaltung von Fehlern ist jedoch nicht gelungen. Die Zuverlässigkeit auf ein höheres Maß zu steigern, erfordert einen Denkansatz, bei dem selbst seltene einzelne Versagensfälle nicht mehr als unausweichlich hingenommen werden. Auf dieser Grundlage ist die Areva-Initiative Null Fehlertoleranz (ZTF) entstanden. Sie ist weder ein Programm noch ein Projekt, sondern ein grundsätzlich anderer Denkansatz nach folgenden 4 Grundsätzen:
  • Fehler sind vermeidbar.
  • Null Fehler sind unser Ziel.
  • Wir werden auf jeden Fehler schnell reagieren.
  • Erfolg haben wir dann, wenn wir Fehler so beheben, dass sie nicht wieder auftreten.
Der Übergang zu dieser ZTF-Philosophie stellt eine gewaltige Umwälzung in der Unternehmenskultur dar, mit der das Fehlerkonzept über die Fälle hinaus erweitert wird, in denen die Unversehrtheit der Brennstabhülle verletzt wird. Im Artikel wird vor allem beschrieben, wie ZTF die Reaktion des Unternehmens zur Erhöhung der Brennstabzuverlässigkeit beeinflusst hat, wie sich ZTF aber auch auf alle Fälle bei Brennstoffprodukten erstreckt, wenn diese Produkte nicht die erwartete Leistung bringen, Herstellungsprozesse nicht die Vorgaben einhalten bzw. nicht gleich beim ersten Mal strengen Abnahmekriterien entsprechen, und wie ZTF darüber hinaus fehlerfreie technische Analysen, Kreislaufauslegungen und Genehmigungsdienste umfasst.

Die Anwendung von ZTF zur Erhöhung der Brennstoffzuverlässigkeit erfordert Maßnahmen in der Fertigung, beim Faktor Mensch, in der Auslegung bei FuE, in den Abläufen und in der Produktstrategie. Um die erforderlichen Verbesserungen zu erzielen, sind in den Regionen und Anlagen zahlreiche wichtige Schritte erfolgt. Neben diesen Projekten und Maßnahmen im globalen Maßstab leistet jede Region ihren Beitrag durch Übernahme derjenigen Maßnahmen, die für ihre Aktivitäten und Markterfordernisse gelten.